Fehlt es dem Penis trotz sexueller Erregung an Standkraft, steht schnell ein Begriff im Raum: Impotenz. Für die temporäre oder dauerhafte Erektionsstörung kommen mehrere Ursachen infrage. Durch die erektile Dysfunktion erschwert sich der Sex, was für davon betroffene Männer eine eingeschränkte Lebensqualität bedeutet. Um sich frühzeitig ärztliche Hilfe holen zu können, ergibt es Sinn, sich über die Symptome von Impotenz zu informieren.
Erektionsstörungen – das gefürchtete Männerleiden
Männer, die unter Impotenz leiden, zweifeln schnell an ihrem Selbstwert. Hängt das Selbstbild stark vom sexuellen Stehvermögen ab, führt eine erektile Dysfunktion zu:
- Selbstzweifeln
- Stress
- Versagensangst
Ebenso kommt es vor, dass sich betroffene Männer vor ihrem Sexpartner genieren und ihre Erektionsstörungen zu verbergen versuchen. Das geschieht, indem sie Zärtlichkeiten und andere Arten des Liebesspiels meiden.
Die Impotenz mit sich allein auszumachen, kann sich jedoch negativ auf die Psyche auswirken. Dabei betrifft sie mehr Männer als gedacht.
Laut einer Kölner Studie aus dem Jahr 2000 treten Erektionsstörungen im Schnitt bei 2,3 Prozent der 30- bis 39-Jährigen auf. Bei Männern zwischen 40 und 49 Jahren leidet jeder Zehnte an einer erektilen Dysfunktion, bei den über 70-Jährigen sogar jeder zweite.
Impotenz: Definition und Ursachen
Männer leiden laut Definition an einer erektilen Dysfunktion, wenn ihr Penis nicht steif wird oder die Erektion schnell erschlafft. Die Potenzprobleme betreffen dabei den körperlichen Aspekt, jedoch nicht die Libido.
Das Ausmaß der Impotenz unterscheidet sich bei den Betroffenen. Die Erektionsstörungen treten selten oder gelegentlich auf, können die Erektionsfähigkeit aber auch komplett unterbinden.
Gut zu wissen: Der Begriff „Impotenz“ trifft bei Potenzproblemen erst zu, wenn sie mindestens ein halbes Jahr anhalten. Zudem darf bei 70 Prozent der Versuche keine Erektion zustande kommen, ehe Ärzte die Diagnose „erektile Dysfunktion“ stellen. |
Bei der Impotenz-Ursache unterscheiden sich physische und psychische Auslöser. Zu den körperlichen Ursachen gehören:
- Gefäßverkalkung
- Bluthochdruck
- Übergewicht
- Zuckerkrankheit
- Verletzungen des Schwellkörpers
Auch hormonelle Störungen sowie genitale Fehlbildungen können Erektionsstörungen bis zur Impotenz verursachen. Bei 70 Prozent der Betroffenen liegt der erektilen Dysfunktion ein physisches Problem zugrunde.
Seelische Ursachen, die zu Potenzproblemen führen, sind:
- Stress
- Depression
- Leistungsdruck
- Hemmungen
Auch Persönlichkeits- und Partnerschaftskonflikte beeinträchtigen die sexuelle Standhaftigkeit.
Als weitere Ursachen für Impotenz kommen bestimmte Medikamente, Alkoholmissbrauch oder das Rauchen infrage.
Welche Medikamente können zu Impotenz führen?
Zu den Medikamenten, die das Liebesleben beeinträchtigen, zählen Präparate gegen Bluthochdruck sowie gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als Blutdrucksenker erschweren sie die Durchblutung der Schwellkörper, sodass trotz sexueller Erregung die Erektionsfähigkeit leidet.
Ebenso soll laut Foren-Einträgen zu den Tamsulosin-Nebenwirkungen Impotenz gehören, obgleich sie nicht in der Packungsbeilage steht. Der Hersteller verweist jedoch darauf, dass der in dem Arzneimittel gegen Prostata-Vergrößerung eingesetzte Wirkstoff die Ejakulation stört.
Gibt es typische Symptome bei Impotenz?
Bleibt der Penis beim Liebesspiel einmal ungewollt schlaff, bedeutet das nicht, dass der betroffene Mann impotent ist. Bei Sex im Freien oder anderen erotischen Experimenten führen Stress, Hemmungen oder Versagensangst zu Potenzstörungen.
Liegt jedoch eine erektile Dysfunktion vor, erkennen Betroffene diese an folgenden Symptomen:
- Es fällt ihnen schwer oder es misslingt ihnen komplett, eine Erektion zu bekommen.
- Sie können die Erektion nicht oder nur schwer halten.
- Der Penis erreicht nicht die gewohnte Härte.
- Nach Erreichen der Erektion erschlafft der Penis schnell wieder.
Die genannten Erektionsstörungen treten bei Selbstbefriedigung, bei Oralverkehr und anderen Spielarten sowie beim klassischen Geschlechtsverkehr auf.
Welche Maßnahmen können helfen, wenn der Penis schlaff bleibt?
Beeinträchtigen gelegentlich Erektionsstörungen die Lust allein oder mit Sexpartnern, ergibt es Sinn, seine Lebensgewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ein ungesunder Lebensstil erhöht das Risiko für Potenzprobleme.
Um diesen vorzubeugen, bieten sich diese Maßnahmen an:
- mit dem Rauchen aufhören
- den Alkoholkonsum reduzieren oder komplett auf Alkohol verzichten
- regelmäßig Sport treiben
- bei Übergewicht versuchen, auf gesunde Weise Gewicht zu verlieren
Der Besuch beim Hausarzt hilft dabei, die eigenen Blutzucker- und Cholesterinwerte in Erfahrung zu bringen. Liegen diese über der Norm, holen sich Betroffene Tipps, um die Werte wieder zu normalisieren.
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Weitere Behandlungen bei Erektionsstörungen und Impotenz
Hilft eine Umstellung des Lebensstils nicht gegen Potenzprobleme, empfiehlt sich bei anhaltenden Erektionsstörungen der Besuch beim Urologen. Zunächst bringt dieser die Ursache für die Impotenz infrage. Abhängig davon, kommen unterschiedliche Behandlungen infrage.
Kurzfristig eignet sich der Einsatz einer Vakuumpumpe oder eine Prostata-Massage bei Impotenz. Beide Methoden helfen symptomatisch, ohne jedoch die Ursache der erektilen Dysfunktion zu therapieren.
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Resultiert die Impotenz aus Durchblutungsstörungen der Schwellkörper, bieten sich PDE-5-Hemmer als Medikamente an. Sie enthalten die Wirkstoffe Sildenafil, Tadalafil, Avanafil oder Vardenafil und hemmen im Körper das Enzym Phosphodiesterase-5. Die Folge:
- die Penismuskulatur entspannt sich
- die Blutgefäße weiten sich
- die Schwellkörper füllen sich mit Blut
- der Penis versteift sich
Allerdings eignen sich PDE-5-Hemmer nicht für Männer, die unter einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden. Für sie kommt als Alternative eine Schwellkörper-Injektionstherapie infrage.
Bei dieser Behandlung erhalten die Patienten eine Injektion mit Arzneimitteln, die Prostaglandin-E1 enthalten, direkt in die Schwellkörper. Der Wirkstoff erweitert die Gefäße und verbessert die Durchblutung.
Fazit
Eine Impotenz liegt vor, wenn Männer länger als sechs Monate an Erektionsstörungen leiden und in mehr als 70 Prozent der Versuche keine Erektion erlangen. Neben körperlichen Ursachen führen Versagensangst, Stress, Depressionen und andere psychische Probleme zu der gestörten Potenz. Welche Behandlungen für Betroffene infrage kommen, hängt davon ab, ob sie sich einem Arzt mitteilen und warum die Impotenz vorliegt.