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Ohne Alkohol leben

Bild: OntheRun Photo/stock.adobe.com

Ein Bier mit Freunden, ein Gläschen Rotwein zum Abendessen oder ein Sekt zum Anstoßen – Alkohol gehört zum Alltag. Dabei verdrängen viele Menschen die Wahrheit: Es handelt sich um ein Zellgift, das bereits in kleinen Mengen gesundheitliche Schäden verursacht. Obgleich durch den Alkoholkonsum negative Folgen drohen, stößt er gesamtgesellschaftlich auf wenig Kritik. Dieser Umstand kann es erschweren, komplett ohne Alkohol zu leben. Mit den richtigen Tipps gelingt es Dir jedoch, einen „Sober-Lifestyle“ zu führen.

Alkohol – Volksdroge Nummer 1

Die Gesellschaft steht Alkohol zum Großteil unkritisch gegenüber. Damit handelt es sich hierbei um eine „akzeptierte Droge“. Die Motive für den Konsum unterscheiden sich:

  • gesellschaftlicher Druck
  • Wunsch nach Zugehörigkeit
  • Überwindung von Hemmschwellen
  • Genuss
  • Stressabbau

Hauptsächlich Wein, Sekt und Champagner kommen zudem ins Glas, um Erfolge oder besondere Ereignisse zu feiern. Durch die gesellschaftliche Toleranz dem Alkohol gegenüber geht dieser mit einem hohen Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr einher. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit konsumieren die Deutschen jährlich rund zehn Liter reinen Alkohol pro Person.

Phasenweise Abstinenz bringt bereits viele Vorteile

Mit einem Glas Sekt die Geburt der Katzenbabys feiern oder mit dem Bier das Wochenende einleiten – Alkohol gehört oft zum Alltag. In einer nicht repräsentativen Umfrage des WDR vom März 2023 gaben rund 11 Prozent der Teilnehmer an, täglich alkoholische Getränke zu sich zu nehmen.

Wie häufig Du Alkohol trinkst, beeinflusst die Auswirkungen der Volksdroge auf Deinen Körper. Dennoch verwies die WHO in einer im Januar 2023 veröffentlichten Erklärung darauf, dass kein gesundheitlich unbedenklicher Alkoholkonsum existiert. Gelingt es Dir dennoch nicht, komplett auf Dein Glas Bier oder den Cocktail zu verzichten, empfiehlt sich wenigstens eine gelegentliche Abstinenz.

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Indem Du Alkohol phasenweise aus Deinem Alltag streichst, bietest Du Deinem Körper eine Erholungsmöglichkeit. Bereits nach wenigen Tagen beginnt die Leber zu entfetten. Die ersten spürbaren Vorteile treten nach rund zwei Wochen auf. Du profitierst von einer höheren Leistungsfähigkeit und einem besseren und tieferen Schlaf.

Nach einem Monat ohne Alkohol verbessert sich das Hautbild. Zusätzlich senkt sich der Blutdruck, wodurch sich langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Gleichzeitig bemerkst Du im Laufe der Zeit, dass ohne regelmäßigen Alkoholkonsum Deine allgemeine Leistungsbereitschaft steigt.

Mit einer Verbesserung der Blutwerte ist ab sechs Wochen ohne alkoholische Getränke zu rechnen. Hältst Du die Abstinenz über diesen Zeitraum durch, fühlst Du Dich durch das Erreichen Deiner Ziele selbstbewusst. Ebenso erhöht sich die Chance, dass sich durch den alkoholfreien Lebensstil Dein Gesundheitszustand und Dein Körpergefühl verbessern.

Ohne Alkohol leben – wie am besten vorgehen?

Alkohol schadet vorwiegend jungen Menschen bereits in geringen Mengen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie aus dem Jahr 2022. Entscheidest Du Dich aus gesundheitlichen Gründen auf einen temporären oder dauerhaften Alkoholverzicht? Diese Tipps helfen, ohne Alkohol zu leben:

  • Such Dir einen Stichtag aus, um die Abstinenz einzuleiten – Silvester, Deinen Geburtstag oder den Start in den Urlaub.
  • Kläre Familie und Freunde über Deine Entscheidung auf, um unangenehme Situationen auf Partys oder an geselligen Abenden zu vermeiden.
  • Hole Dir zum Anstoßen alkoholfreie Alternativen in Form von Saft, Softdrinks, Mineralwasser.
  • Probiere Mocktails sowie alkoholfreie Versionen von Bier, Sekt und Wein aus, wenn Du den Geschmack alkoholischer Getränke vermisst.
  • Nimm wahlweise das angebotene Glas Sekt an, trinke jedoch nicht daraus.
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Gerätst Du in eine Runde, in der Menschen Dich zum Alkoholkonsum zu drängen versuchen, bleibe entspannt. Lehne das angebotene Bier oder das Glas Sekt freundlich, aber bestimmt ab. Auf spöttische Bemerkungen oder Sprüche reagierst Du nicht oder mit einer Gegenfrage: Warum spielt es für die betreffende Person eine Rolle, ob Du Alkohol trinkst oder nicht?

Fehlt Dir die Lust auf Diskussionen rund ums Leben ohne Alkohol, hilft der Verweis darauf, dass Du später noch am Steuer sitzt. Hierbei handelt es sich auch aus Sicht strikter Alkoholbefürworter um einen legitimen Grund, auf alkoholische Getränke zu verzichten.

Mythen rund um Alkohol

Rund um das Thema Alkohol halten sich in der Bevölkerung viele Mythen und Halbwahrheiten. Um ein Leben ohne die Volksdroge Nummer eins zu erleichtern, empfiehlt es sich, diese durch wissenswerte Fakten zu ersetzen.

Mythos 1: „Ein Schnaps hilft nach dem Essen beim Verdauen.“

Alkoholische Getränke tragen nicht zur Verdauung bei. Im Gegenteil, sie verlangsamen den Verdauungsprozess. Für ein kurzzeitiges Wohlbefinden nach einem reichhaltigen Essen und einem Schnaps gibt es einen Grund: Die beanspruchte Magenmuskulatur entspannt. Einen positiven Einfluss auf die Verdauung nimmt besser ein Kräutertee.

Mythos 2: „Ein Glas Rotwein senkt den Blutdruck und schützt vor einem Herzinfarkt.“

Studien, die den positiven Einfluss von Rotwein auf die Blutgefäße beweisen wollen, fanden hauptsächlich in In-vitro-Versuchen statt. Das bedeutet, sie belegen mögliche Vorteile des Getränks nur außerhalb des menschlichen Körpers. Gelangt der Rotwein in Deinen Organismus, schützt er nicht vor einer Verkalkung der Gefäße. Das Risiko eines Herzinfarkts senkt sich nicht. Stattdessen steigt es durch regelmäßigen Alkoholkonsum sogar an.

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Mythos 3: „Mit einem Schlummertrunk schläft es sich besser.“

Trinkst Du ein alkoholisches Getränk am Abend, entspannst Du Dich schneller und schläfst besser ein. Jedoch droht im Laufe der Nacht ein unruhiger Schlaf. Dein Körper versucht, den Alkohol abzubauen, was die Tiefschlafphase beeinträchtigt. Zudem kann der durch den Alkoholkonsum ausgelöste nächtliche Harndrang Deine Nachtruhe unterbrechen.

Fazit

Der Großteil der Deutschen schaut unkritisch auf den Konsum von Alkohol. Da bereits geringe Mengen alkoholischer Getränke die Gesundheit beeinträchtigen, empfiehlt es sich, zeitweise oder komplett ohne Alkohol zu leben. Um die Abstinenz zu erleichtern, führst Du Dir die Vorteile eines alkoholfreien Alltags vor Augen.

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Verfasst von Hajo Simons