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Benefits & Co.: Was ein guter Arbeitgeber seinen Mitarbeitern bieten sollte

Kickern in der Mittagspause – Entspannung und soziales Miteinander am Arbeitsplatz. Foto: ©Frank Coop/peopleimages.com / stock adobe

Der Kampf um fähige, gut ausgebildete Mitarbeiter besteht seit Jahren. Deshalb ist es wichtig, als Arbeitgeber aus der Masse hervorzustechen – zunächst, um eigene Mitarbeiter zu halten, aber auch, um neue Fachkräfte anzulocken. Einfach ist das nicht, denn konkurrierende Arbeitgeber lassen sich stets Neues einfallen und haben ihren Mitarbeitern einiges zu bieten.

Wünsche der Arbeitnehmer eruieren, um Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, Dich als Arbeitgeber so positiv wie möglich darzustellen, um Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen. Das gelingt jedoch nur, wenn Du die Wünsche der Arbeitnehmer kennst. Und das solltest Du, denn laut einer Forsa-Studie von 2025 sind 36 Prozent der Befragten bereit, ihren Arbeitgeber zu wechseln. Mit 48 Prozent ist die Wechselwilligkeit bei den 18- bis 29-Jährigen noch höher. Zehn von ihnen streben bereits aktiv einen Arbeitgeberwechsel an.

Wie gelingt es, diese Mitarbeiter an Dein Unternehmen zu binden und neue Talente anzulocken? Lohnt es sich, in Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zu investieren?

So erfährst Du, was sich Arbeitnehmer wünschen

Was ein Arbeitgeber bieten sollte, ist zumindest das, was sich Arbeitnehmer wünschen. Um die Wünsche und die Mitarbeiterzufriedenheit herauszufinden, sind anonyme Mitarbeiterbefragungen bewährte Mittel. Die Fragebögen sollten nicht zu lang sein und Felder für frei formulierten Text bereitstellen.

Zudem ist es wichtig, mit den Angestellten mündlich zu kommunizieren. Frage bei Kündigungen Deinen Mitarbeiter nach den Gründen für seinen Entschluss (Exit-Interview) und ziehe daraus Deine Lehre. Zudem sind Mitarbeitergespräche bei Bleibenden (Stay-Interviews) essenziell, um Hinweise zu erhalten, welche Wünsche Du als Arbeitgeber zur Zufriedenheit der Mitarbeiter umgesetzt hast und welche nicht.

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Wichtiges Wissen zur Mitarbeiterzufriedenheit erhältst Du durch die Auswertung von HR-Kennzahlen. Dazu gehören die Fluktuation, die Krankentage und die Bewerber-Dropout-Raten.

Branchenreports sowie Studien zu Employer-Branding und Benefits zu lesen. Eine wichtige Maßnahme ist die Beobachtung der Konkurrenz. In Jobbörsen und bei LinkedIn erfährst Du, welche Benefits andere Unternehmen anbieten. Beobachte zudem die Bewertungen auf Portalen wie Kununu und Glassdoor. Auch Fachforen, Slack-Communities und Telegram können wichtige Hinweise liefern.

Das solltest Du Deinen Mitarbeitern auf jeden Fall bieten

Oft sind die Wünsche gar nicht so hochgesteckt, denn jeder wünscht sich vorwiegend Zufriedenheit im Job, Sicherheit und ein gutes Einkommen. Doch Du kannst noch mehr tun:

Deine Mitarbeiter wertschätzen

Lass Deine Mitarbeiter durch Lob, Boni und Gewähren zusätzlicher Freiheiten spüren, dass Du ihre Arbeit zu schätzen weißt. Weise auch das Team an, gute Leistungen lobend hervorzuheben.

Technische Benefits als Leihgabe oder Geschenk

Beliebte, oft notwendige Benefits sind technischer Art. Wer beispielsweise im IT-Bereich arbeitet und einen der attraktiven AWS-Jobs innehat, benötigt ein Tablet oder einen Laptop sowie ein Smartphone. Ebenso benötigen Mitarbeiter aus anderen Berufen diese im Homeoffice oder im Außendienst. Die technischen Benefits kannst Du den Mitarbeitern als Leihgabe überlassen oder sie ihnen als Zeichen Deiner Wertschätzung schenken.

Flexible Arbeitszeitmodelle schaffen Vertrauen

Denke jeden Tag daran, dass Deine Mitarbeiter erwachsen sind und deshalb fähig, sich selbst zu organisieren. Machst Du Dir dies klar, erhöht sich das Vertrauen und Dir fällt es nicht schwer, Deinen Angestellten flexible Arbeitszeitmodelle wie Jobsharing, Homeoffice und Gleitzeit anzubieten.

Sport- und Gesundheitsangebote

Zeige Deinen Mitarbeitern, dass Dir ihre Gesundheit am Herzen liegt. Damit zeigst Du Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Sammle neben Angeboten zur Stressbewältigung und zur mentalen Gesundheit weitere Ideen.

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Die Gesundheitsvorsorge im Betrieb beginnt mit fairen Arbeitszeiten und ausreichend langen Pausen. Manchen Mitarbeitern mag es genügen, wenn der Pausenraum freundlich eingerichtet ist und eine Möglichkeit zum Zubereiten von Getränken oder kleinen Mahlzeiten besteht. Doch attraktiver ist die Pause mit Benefits wie Tischtennisplatten, Kicker, Billardtischen oder einem Fitnessraum. Den Teamgeist förderst Du mit Sportkursen sowie mit Betriebssport wie Fußball, Basket- oder Volleyball und anderen beliebten Sportarten.

Mobilitäts-Benefits für eine bessere Gesundheit und für den Umweltschutz

Mitarbeiter nutzen für die Fahrt zur Arbeit öffentliche Verkehrsmittel oder ein Auto. Doch es geht gesünder für den Menschen und für die Umwelt: mit E-Bikes oder Company-Fahrrädern im Corporate-Design Deines Unternehmens. Damit erhältst Du nebenher kostenlose Werbung, wenn Deine Mitarbeiter damit durch die Stadt radeln. Weitere Mobilitäts-Benefits sind Firmenwagen sowie vergünstigte Tickets für Bus und Bahn.

Liebe geht durch den Magen – auch die zum Arbeitgeber

Wer viel und produktiv arbeitet, benötigt eine gesunde Ernährung. Deshalb sind Kantinen beliebt, die vergünstigtes, gesundes und schmackhaftes Essen anbieten. Neben Hausmannskost sollten auch vegane Gerichte auf der Speisekarte stehen. Ein vom Arbeitgeber gespendeter Teller Obst auf jedem Tisch im Pausenraum oder in der Kantine ist eine nette Geste des Arbeitgebers. Kleine Unternehmen ohne Kantine können ihren Mitarbeitern gelegentlich ein Mittagessen auf Firmenkosten liefern lassen. Zudem kannst Du Dich als Arbeitgeber dazugesellen, um Deine Angestellten besser kennenzulernen. Mit diesen Verpflegungs-Benefits zeigst Du Deine Wertschätzung und schaffst eine positive Stimmung in der Belegschaft.

Der Traum vom Sabbatical

Sabbaticals sind bei deutschen Arbeitnehmern beliebt. Immerhin sehnen sich laut einer Sabbatical-Studie 43 Prozent der Arbeitnehmer nach einer Auszeit vom Job. Dieses Stichwort sowie Work-Life-Balance gehören zu den meistgesuchten Begriffen bei Google. Wie lange die Arbeitnehmer ausspannen möchten, ist unterschiedlich. Einigen Mitarbeitern reicht eine Auszeit vom Job für drei bis sechs Monate, andere würden gerne ein Jahr aussetzen.

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Doch ein Sabbatical muss bezahlbar sein. Hierbei können Arbeitgeber behilflich sein. Einige Unternehmen unterstützen das Ansparen von Geld zur Finanzierung der Auszeit vom Job durch das Splitten des Gehalts. Bei dieser Methode spart der Arbeitnehmer Geld für das Sabbatical an, indem der Arbeitgeber ihm für eine bestimmte Zeit nur einen Teil seines Gehalts auszahlt und die verbliebene Summe für das Sabbatical hinterlegt. Denkbar ist auch eine Bezuschussung oder eine Komplettfinanzierung durch den Arbeitgeber.

Fazit

Die Ansprüche der Arbeitnehmer an ihre Arbeitgeber sind gestiegen. Längst sind nicht mehr nur ein attraktives Gehalt und ein unbefristeter Vertrag die einzigen Voraussetzungen dafür, dass Mitarbeiter bleiben oder sich beim Unternehmen bewerben. Sie erwarten zudem, dass der Arbeitgeber sie wertschätzt und dies durch verschiedene Benefits deutlich macht. Zudem sind ein gutes Vertrauensverhältnis, Transparenz und eine gute Kommunikation wichtig, damit Mitarbeiter ihre Arbeitgeber schätzen und weiterempfehlen.

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Verfasst von Redaktion