in

Die schönsten Reiseziele in Afrika

Afrika ist ein riesiger Kontinent, der seinen Besuchern vor allem eine große Auswahl an Naturwundern und Naturschönheiten zu bieten hat. Foto: © Paul Hampton / stock adobe

Die Deutschen gelten als Reiseweltmeister. Ein Ende dieses schon seit Jahrzehnten anhaltenden Trends ist nicht in Sicht. Stattdessen spielt der Urlaub im Leben der meisten Bundesbürger eine immer größere Rolle. So haben erst zu Beginn des Jahres 2026 veröffentlichte Studien gezeigt, dass die Deutschen aktuell so viel reisen wie schon seit 20 Jahren nicht mehr.

Besonders gut kommen dabei Reisen innerhalb Deutschlands weg – die Lieblingsziele vieler deutscher Urlauber liegen im eigenen Land. Aber auch Fernreisen werden immer beliebter. Immerhin 17 Prozent aller Reisenden, die jährlich in Deutschland starten, zieht es über die Grenzen Europas hinaus in die weite Welt. Hauptreiseziele für Fernreisen sind dabei der afrikanische Kontinent und Nordamerika.

Vor allem Afrika hat eine Menge zu bieten. Sehr unterschiedliche Kulturen, eine faszinierende Geschichte und eine mindestens ebenso begeisternde Natur. Gepaart mit kulinarischen Finessen und viel Wärme sind das einige der wichtigsten Gründe, warum immer mehr Deutsche auch über eine Reise nach Afrika nachdenken.

Die schönsten Reiseziele in Afrika – unsere Top 10

Kapstadt, Südafrika – zwischen Tafelberg und Atlantik

Kapstadt und generell Südafrika sind nicht erst seit der Fußball- Weltmeisterschaft im Jahr 2010 beliebte Reiseziele. Das Kap der Guten Hoffnung ist rund 70 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Fahrt von Kapstadt zum Kap selbst ist bereits ein landschaftlich spektakulärer Ausflug. Der Tafelberg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und beim „Abseiling“ kann man eine einmalige Aussicht genießen.

Der Tafelberg-Nationalpark kann zwar von der Größe her mit dem Kruger Nationalpark nicht mithalten, hat aber landschaftlich und in Bezug auf die Tierwelt im Park auch eine Menge zu bieten. Auf dem Weg zum Kap werden Sie außerdem eine ganze Reihe traumhafte Strände und einen spannenden Abschnitt zerklüfteter Steilküste sehen.

Schon mal Pinguine in freier Wildbahn gesehen? Am Boulders Beach in Simons Town nicht weit von Kapstadt entfernt ist genau das möglich.

Sansibar, Tansania – Traumstrände und Gewürzinsel

Viele kennen Sansibar als Möbelmarke oder als Namen einer Bar auf Sylt. Doch eigentlich ist Sansibar eine Inselgruppe, die zu Tansania gehört und vor der Ostküste Afrikas liegt. Die Hauptinsel Unguja wird oft Sansibar genannt. Wer den Weg in dieses Paradies auf sich nimmt, findet hier nicht nur traumhafte Strände. Auf Unguja beispielsweise kann man in der Stadt Stone Town verschiedene kulturelle und historische Einflüsse finden. Hier treffen sowohl die Swahili-Kultur als auch die islamische Kultur aufeinander.

Siehe auch  Corona & Co. – welche Impfungen sind wichtig?

Außerdem kann man auf den Inseln der Inselgruppe diverse Gewürzplantagen besuchen. Vanille, Kardamom, Nelken oder Koriander sind nur einige der Gewürze, die Sansibar den Namen „Gewürzinseln“ eingebracht haben.

Marrakesch, Marokko – Farbenfrohe Königsstadt voller Geschichte

Städtereisen sind beliebt. Neben Metropolen wie London, Paris oder New York zieht es viele Deutsche auch vermehrt in exotischere Städte. Eine der schönsten Metropolen Afrikas ist Marrakesch. Die frühere Königsstadt ist bunt, voller Leben und unterschiedlicher Traditionen. Musik und orientalische Rhythmen liegen hier ebenso in der Luft wie die Düfte kulinarischer Feinheiten.

Moscheen, Paläste und Gärten, die teilweise bis zu 1.000 Jahre Geschichte erlebt haben, laden zur Besichtigung oder zu ruhigen Momenten im Schatten uralter Bäume ein. Die beste Reisezeit für die Stadt liegt zwischen März und Mai sowie zwischen September und November. Während die Stadt in den Frühlingsmonaten sehr grün und bunt ist, ist das Wetter im Herbst beständig warm, ohne die ganz große Hitze des Sommers zu entwickeln.

Die Altstadt gehört nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Labyrinth aus kleinen Gassen erinnert an Geschichten aus 1001 Nacht. Die Mischung aus orientalischer Exotik und moderner Exklusivität, die man in Marrakesch findet, macht die Stadt zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Serengeti-Nationalpark, Tansania – Safari in der endlosen Savanne

Der Serengeti-Nationalpark ist in erster Linie für die „Große Migration“ bekannt. Dieses Phänomen bezeichnet die größte Tierwanderung der Welt. Dabei ziehen Millionen Gnus und Zebras durch die Savannen.

Der Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und bietet – ähnlich wie der Kruger-Nationalpark in Südafrika – gute Chancen, die „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) in freier Wildbahn zu sehen.

Siehe auch  Mathematik hinter Spielautomaten: So funktionieren Auszahlungsquoten

Victoriafälle, Sambia & Simbabwe – Naturwunder mit Gänsehautmoment

Die Victoriafälle kann man sowohl von Simbabwe als auch von Sambia aus besuchen. Der breite Wasserfall liegt genau zwischen den Grenzstädten Victoria Falls (Simbabwe) und Livingstone (Sambia).

Die Fälle gehören zum Fluss Sambesi und gehören seit dem Jahr 1989 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die Victoriafälle sind mehr als doppelt so hoch wie die Niagarafälle und bieten den größten zusammenhängenden Wasservorhang der Welt.

Pyramiden von Gizeh, Ägypten – faszinierende Zeugnisse der Antike

Die Pyramiden von Gizeh gelten neben der chinesischen Mauer und den Pyramidentempeln in Südamerika als die wichtigsten und beeindruckendsten Belege für die antike Baukunst. Bis heute wird rund um die Pyramiden geforscht und noch immer werden bisher unentdeckte Eingänge in diese riesigen Grabstätten der Pharaonen vermutet.

Die Pyramiden sind das einzige noch erhaltene Weltwunder der Antike. Sie sind die ältesten und wahrscheinlich auch berühmtesten Bauwerke der Welt. Ihr Alter wird auf rund 4.500 Jahre geschätzt. Da die Pyramiden von Gizeh nur etwa 15 Kilometer vom Zentrum Kairos entfernt sind, kann man einen Besuch hier sehr gut mit einem Städtetrip in die ägyptische Metropole verbinden.

Namibia – Wüstenlandschaften und unberührte Natur

Viele Liebhaber des afrikanischen Kontinents nutzen vor allem Namibia gern als Ziel für Langzeitreisen. Wer nicht an die Schulpflicht in Deutschland gebunden ist und sich auch mal über einen längeren Zeitraum im Ausland aufhalten kann, kann hier eine Menge erleben.

Vom Etosha-Nationalpark über die spannenden Städte Windhoek und Swakopmund, in denen man heute noch deutsche Kolonialbauten findet, bis hin zu der einzigartigen landschaftlichen Majestät und Eleganz der Wüste Namib entlang der Atlantikküste – Namibia ist ein Land der außergewöhnlichen touristischen Möglichkeiten.

Mauritius – Tropisches Inselparadies im Indischen Ozean

Mauritius gilt als der Inbegriff für traumhafte Inselparadiese. Der Inselstaat im Indischen Ozean hat neben seinen Stränden und Riffen und Lagunen auch verschiedene historische Städte wie die Hauptstadt Port Louis zu bieten.

Zu den außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten auf Mauritius gehört die Siebenfarbige Erde. Die Dünen mit unterschiedlichen Farben wie Rot, Braun, Grün, Blau, Gelb und Violett haben sich durch vulkanische Aktivitäten gebildet. Regen und Winde haben dann ihr Übriges getan, um atemberaubende Farbmuster entstehen zu lassen. Am besten kann man die unterschiedlichen Farben im Licht der untergehenden Sonne betrachten.

Siehe auch  Wochenendtrip nach Hamburg – das musst Du gesehen haben

Mauritius kann man ganzjährig bereisen. Wer allerdings auf der Suche nach der besten Reisezeit für die Insel ist, sollte die Zyklon-Saison von November bis April meiden. Hier kann es zu starken Regenfällen und Stürmen kommen.

Kigali & Vulkan-Nationalpark, Ruanda – Gorillas und grüne Hügel

Kigali ist die Hauptstadt Ruandas und nur rund 116 Kilometer südlich vom Vulkan-Nationalpark gelegen. Im Nationalpark findet man neben fünf beeindruckenden Virunga-Vulkanen auch etwa die Hälfte der letzten noch freilebenden Berggorillas der Welt.

Deshalb ist Ruanda auch für sein „Gorilla-Trekking“ bekannt. Neben den Gorilla-Wanderungen werden auch Vulkanwanderungen angeboten. Für die geführten Gorilla-Wanderungen werden Reisende von ihren Hotels gegen 4:30 Uhr abgeholt. Die Tierbegegnungen finden am ehesten in den frühen Morgenstunden statt.

Seychellen – Exklusive Strände und türkisblaues Wasser

Der Archipel aus 115 Inseln vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean gilt als ein Inbegriff paradiesischer Naturschönheiten. Traumhafte, weiße, feine Sandstrände, Palmenwälder, die bis an den Strand reichen und spannende kleine Felsformationen an verschiedenen Stränden schaffen hier reichlich Postkarten-Fotomotive.

Auf den Seychellen findet man auch die Aldabra-Riesenschildkröten. Die Hauptstadt der Seychellen, Victoria, liegt auf der Hauptinsel Mahé. Neben türkisblauem Wasser und wunderschönen Sandstränden bieten die Inseln auch einen großen Regenwaldbestand.

Ebenfalls auf Mahé liegt der Morne-Seychellois-Nationalpark. Der Park hat eine Fläche von 3.045 ha und bietet mit 12 verschiedenen Wanderwegen ein Wanderwegenetz, in dem für jede Erfahrungsstufe die richtigen Wanderwege zu finden sind.

Fazit

Afrika ist ein riesiger Kontinent, der seinen Besuchern vor allem eine große Auswahl an Naturwundern und Naturschönheiten zu bieten hat. Doch auch kulturelle Aspekte kommen hier nicht zu kurz. Von kurzen Städtereisen über Safari-Urlaube bis hin zu klassischen Strandurlauben oder ausgefallenen Langzeitreisen ist hier für jeden Reisetypen das passende Ziel dabei.

Avatar-Foto

Verfasst von Redaktion