Das bekannte Bild der Deutschen von amerikanischen Highschools ist meist von Schulbussen, Spinden und Sportteams geprägt. Der Alltag ist aber in Wirklichkeit deutlich vielfältiger und kann sich je nach Bundesstaat, Schulbezirk und einzelner Schule unterscheiden.
Für Austauschschüler entstehen die größten Unterschiede oft beim Kurs- und Bewertungssystem der Schulen und der Gestaltung der Freizeit. Wer sich dieser Strukturen bereits vor dem Austausch bewusst ist, kann die eigenen Erwartungen realistischer einordnen und findet sich in den ersten Wochen meist schneller zurecht.
Warum es nicht die eine Highschool gibt
Das amerikanische Schulsystem wird nicht überall nach denselben Detailregeln organisiert. Für Aufenthalte an öffentlichen und privaten Highschools bieten bekannte Anbieter wie Kulturwerke Deutschland einen organisatorischen Rahmen von der Vorbereitung bis zum Aufenthalt.
Es ist die jeweilige Schule, die innerhalb regionaler Vorgaben entscheidet, welche Kurse belegt werden müssen, welche Sportarten angeboten werden und welche Regeln für den Abschluss gelten. Daher sollten die meisten Aussagen über „die Highschool“ nicht pauschal getroffen werden. Vor dem Start in den Austausch ist es sinnvoll, sich genau zum Schulprofil zu informieren.
Kurse werden über Fächer und Credits geplant
Die Highschool umfasst gewöhnlich die oberen Klassen der Sekundarstufe. Einen Überblick über die Struktur des US-Bildungssystems bietet das National Center for Education Statistics. An den meisten amerikanischen Schulen werden Pflichtfächer mit Wahlkursen verbunden. Dieses Angebot kann von Fremdsprachen über Sport bis hin zu Kunst, Technik oder Medien reichen. Um den Abschluss zu erhalten, müssen die Schüler eine bestimmte Zahl sogenannter Credits in festgelegten Fachbereichen sammeln.
Auch wenn Austauschschüler normalerweise nicht dasselbe Abschlussziel verfolgen, benötigen sie einen sinnvoll abgestimmten Stundenplan. Hierbei gilt es, die individuellen Vorkenntnisse, freie Kursplätze und die Vorgaben der Heimatschule zu berücksichtigen.
Was in der ersten Schulwoche geklärt werden sollte
Viele kleine Abläufe werden erst vor Ort verständlich. Eine kurze Orientierung in den ersten Tagen verhindert jedoch, dass organisatorische Fragen unnötig Zeit kosten.
Laut den Auslandsjahr-Experten von Kulturwerke Deutschland sind die folgenden Punkte besonders wichtig:
Typische Möglichkeiten sind:
- Teamsport und individuelles Training
- Theater, Chor oder Schulband
- Debattierclub
- Schülerzeitung
- Robotik und andere technische Projekte
- ehrenamtliche Tätigkeiten und Schülervertretung
Für manche Freizeitangebote kann eine Gebühr anfallen oder es können medizinische Nachweise erforderlich sein. Der Nachmittag amerikanischer Schüler ist oft länger verplant als in Deutschland. Entsprechend verschieben sich dann die Hausaufgaben, das Abendessen und die Familienzeit nach hinten.
FAQ: Häufige Fragen zum Highschool-Alltag in den USA
Gibt es an amerikanischen Highschools eine Schuluniform?
An vielen öffentlichen Highschools gilt eher eine Kleiderordnung als eine einheitliche Uniform. Private Schulen können dagegen feste Vorgaben zu Farben, Oberteilen oder Schuhen machen. Verbindlich sind immer das Schulhandbuch und die Informationen der jeweiligen Schule.
Was bedeutet Homeroom?
Homeroom ist an manchen Schulen eine kurze organisatorische Einheit. Dort werden beispielsweise Anwesenheit, Mitteilungen oder Termine geklärt. Andere Highschools verteilen diese Aufgaben auf den ersten Kurs des Tages oder auf regelmäßige Beratungstermine.
Brauchen Austauschschüler einen eigenen Laptop?
Das hängt von der technischen Ausstattung der Schule ab. Manche Schulen stellen Chromebooks oder Laptops bereit, andere erwarten ein eigenes Gerät. Vor dem Start sollten deshalb Geräteanforderungen, Versicherung, erlaubte Programme und die Regeln zur Nutzung im Unterricht geklärt werden.
