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Smart lernen: Einsatz von Tablets & Co. im Unterricht

Smartes Lernen im Unterricht ist bisher nicht weitverbreitet, bietet jedoch Chancen. Foto: ©Pete / stock adobe

Die Schule hat den Auftrag, die Kinder auf das Berufsleben vorzubereiten. Doch die Welt wird in einer Schnelligkeit digitaler, mit der Schulen nicht mithalten können. Sehen sich Eltern im Klassenzimmer ihrer Kinder um, stellen sie fest, dass sich seit ihrer Schulzeit wenig bis gar nichts verändert hat. Gelegentlich gibt es Ansätze, um die Digitalisierung auch in den Schulen Wirklichkeit werden zu lassen. Ein Beispiel dafür sind digitale Klassen. Doch manche Schulen in Deutschland nehmen eine Vorreiterrolle ein. Sie haben sich das Motto „Smart lernen“ auf die Fahnen geschrieben und sind damit erfolgreich.

In den Smart Schools lernen Kinder im Unterricht den sicheren Umgang mit Tablets & Co. Doch dabei bleibt es nicht. Die Geräte sind Werkzeuge zum effizienten und strategischen Lernen im Unterricht – mit oder ohne KI. Ziel der Kultusministerien ist es, dieses Konzept weiter auszubauen, damit die heutigen Kinder kritisches Denken (Critical Thinking) erlernen und sich als Erwachsene in der digitalen Berufswelt zurechtfinden.

Der Unterschied zwischen digitalem und smartem Lernen

Digitales Lernen ist bei Lehrern und Schülern bekannter als smartes Lernen. Doch wo liegt der Unterschied?

Das digitale Lernen umfasst alle Lernformen, bei denen die Schüler digitale Technologien nutzen. Dazu gehören Videos, PDFs, Videokonferenzen, Lernapps oder Onlinekurse. Der Fokus liegt beim digitalen Lernen auf dem Medium oder der Plattform.

Das smarte Lernen geht einen Schritt weiter. Es zielt darauf ab, mit Laptop, Tablet und Co. die Möglichkeiten der digitalen Technik gezielt zu nutzen, um sich Lerninhalte selbst anzueignen und dabei strategisch und effizient vorzugehen.

Es ist nicht notwendig, dass alle Schüler denselben Wissensstand haben, denn beim smarten Lernen passen sich die Inhalte und Aufgaben dem individuellen Kenntnisstand sowie dem Lernstil des Schülers an. Diese adaptiven Lernpfade folgen keinem starren linearen Lehrplan. Der Schüler folgt seinem eigenen Lerntempo.

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Zunächst ermittelt der Lernpfad mit einem kurzen Test den Kenntnisstand des Schülers. Abhängig von den Fehlern und der Qualität der Antworten leitet das System den Schüler weiter. Erkennt das Programm Wissenslücken, baut es darauf auf. Der Schüler erhält zusätzliche Erklärungen und einfachere Übungen.

War der Schüler erfolgreich, fallen Wiederholungen weg und er kann direkt mit fortgeschrittenen Inhalten fortfahren. Diese Form zu lernen ist flexibel und motiviert die Schüler, weil Über- und Unterforderungen vermieden werden.

Die Künstliche Intelligenz kann den Schüler beim smarten Lernen im schulischen Unterricht durch Chatbots, bei der Erstellung von Übungsaufgaben, durch lernbegleitende Assistenz und durch automatische Feedback-Generatoren unterstützen.

Wie sich die Schule verändert

Noch stellen Digitalisierung und das smarte Lernen Herausforderungen dar. Es fehlt an Geld, um Schulen mit Laptops, Tablets und Computern auszustatten. Doch es gibt eine günstige Lösung, um smartes Lernen im Unterricht für alle zu ermöglichen: iPads flexibel mieten. Zudem müssen Lehrer und Schüler hinter dem Konzept stehen und bereit sein, wenigstens Teilbereiche des Schulstoffs mithilfe moderner Technologien weiterzugeben.

Trotz der vorherrschenden Skepsis ist es einigen Schulen in Deutschland gelungen, eine Smart School zu werden. Die Konzepte sind nicht einheitlich, ähneln sich jedoch. Die Schulen besitzen flächendeckendes WLAN mit einer stabilen und schnellen Internetverbindung im gesamten Schulgebäude.

Zudem besitzt jeder Schüler und jeder Lehrer moderne Endgeräte wie Tablets, VR-Brillen oder Laptops. Die klassischen Kreidetafeln weichen den Smartboards (digitalen Tafeln) und Beamern. Bei den Tablets müssen es keine iPads sein, denn die Schulen können ebenso für jeden Schüler ein Tablet mieten.

Eine Cloud erlaubt die Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern in Echtzeit. Jeder erhält einen datenschutzkonformen Zugriff. Dabei ist es nicht wesentlich, ob sich der Anwender an seinem Arbeitsplatz oder an einem anderen Ort befindet. Schüler einer Smart School sind jederzeit in der Lage, ihre Aufgaben oder Gruppenarbeiten von zu Hause aus zu erledigen.

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Lehrer nehmen im smarten Unterricht nicht mehr ihre eigentliche Funktion wahr, sondern avancieren zum Coach, der die Schüler bei ihren Lernfortschritten begleitet. Auf diese Weise bleibt den Lehrkräften mehr Zeit zur Unterstützung von schwachen Schülern. Klassenverbände gibt es in Zukunft immer weniger. Jedoch hat jeder Schüler mindestens einmal wöchentlich ein Gespräch mit seinem Coach.

Im Vordergrund stehen gemeinsame Projektarbeiten mit anderen Schülern sowie Podiumsdiskussionen. Oft sind die Schulen mit hochwertigen Laboren ausgestattet und die Schüler können sich mit Robotik befassen.

Smartes Lernen in herkömmlichen Schulen

Auch in Schulen, die sich bisher nicht als Smart-Schulen bezeichnen, sind Teile des smarten Lernens möglich. Bereits Grundschüler lernen die Grundzüge der Robotik oder malen ihre Bilder mithilfe der Künstlichen Intelligenz. Manche Schulen setzen Tablets im Musikunterricht ein oder nutzen sie für Lernspiele. Ein wesentlicher Teil besteht darin, den Kindern den Umgang mit den Geräten zu ermöglichen und Chancengleichheit zu schaffen. Nebenbei lernen die Kinder kritisches Denken (Critical Thinking) sowie eigenverantwortliches Lernen.

Smart Buildings

Ziel ist es, viele intelligente Lernumgebungen (Smart Buildings) durch Um- oder Neubau der Schulen zu schaffen. Klassenräume fallen weg. Stattdessen sind große Hallen mit modular verschiebbaren Möbeln ausgestattet, die Einzel- und Gruppenarbeit ermöglichen. Der Schüler kann jederzeit seinen Arbeitsplatz verlassen, wenn er sich gestört fühlt, und sich an einen anderen Ort innerhalb des Gebäudes begeben. Die Räume sind außerhalb der Arbeitsbereiche mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, oft mit gepolsterten Hockern oder flachen, weichen Sitzkissen, möbliert.

Lüftung, Beleuchtung, Heizung sowie CO₂-Sensoren werden smart gesteuert und schaffen ein optimales Lernklima.

Fazit

Smartes Lernen im Unterricht ist bisher nicht weit verbreitet, bietet jedoch Chancen. Zentrale Themen sind kollaboratives Lernen sowie strategisches, eigenverantwortliches Lernen nach eigenem Tempo. Dabei werden verschiedene Hilfsmittel wie VR-Brillen, Laptops, Tablets sowie Smartphones, beispielsweise zum Aufnehmen von Fotos oder Videos, eingesetzt.

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Verfasst von Redaktion