Lebenslanges Lernen: Wie wichtig ist dies für die berufliche Zukunft?

Lebenslanges Lernen ist in der heutigen Berufswelt wichtiger denn je. Foto: ©Fokussiert / stock adobe

Die Arbeitswelt verändert sich aktuell rasant durch neue Technologien. Für viele Arbeitnehmer bedeutet dies auch in ihren Berufen entsprechende Anpassungen, um auch in Zukunft die beruflichen Anforderungen erfüllen zu können.

Durch das Konzept des „lebenslangen Lernens“ sollen Menschen ermutigt werden, sich fit für die berufliche Zukunft zu machen.

Was versteht man unter dem Begriff „Lebenslanges Lernen“?

Wer nach der Schule oder Universität in den Berufsalltag eingestiegen ist und sich mehrere Jahre in seinem Job befindet, wird nicht selten von der Routine am Arbeitsplatz erfasst. Sehr oft ist es dann so, dass immer wieder nahezu dieselben Tätigkeiten ausgeführt werden und Abwechslung sowie Neuerungen eher selten an der Tagesordnung sind. Dabei ändern sich gerade seit wenigen Jahren immer mehr die Aufgabengebiete und Anforderungen in vielen etablierten Jobs.

Aus diesem Grund wird es für immer mehr Arbeitnehmer wichtig, sich durch entsprechende Anpassungen, Weiterbildungen und Praxiserfahrungen neue Aufgabengebiete und Fähigkeiten zu erschließen. Das Konzept des lebenslangen Lernens auf Basis der Selbst- und Informationskompetenz wird entsprechend immer wichtiger für die berufliche Karriere.

Menschen sollen dabei nicht nur befähigt werden, an einmalig erlernten Fähigkeiten während ihrer Berufsausbildung festzuhalten, sondern sich auch im Berufsleben regelmäßig und kontinuierlich neues und aktuelles Wissen anzueignen.

Warum ist das Thema in Zeiten der Digitalisierung so wichtig?

Besonders in Zeiten der Digitalisierung wird das Thema lebenslanges Lernen immer wichtiger für viele Arbeitnehmer, denn die aktuellen Veränderungen werden in Zukunft in vielen Berufen und Branchen neues Know-how benötigen.

Besonders das Thema IT wird dabei eine elementare Rolle spielen, denn immer mehr einfache Routineaufgaben und Prozesse werden schon jetzt und besonders in Zukunft deutlich häufiger automatisiert ablaufen, wodurch menschliche Fähigkeiten an dieser Stelle dann wesentlich seltener benötigt werden.

Stattdessen werden die freigewordenen zeitlichen Ressourcen der Mitarbeiter in neuen Bereichen benötigt und eingesetzt werden – z.B. bei der Bedienung von Anwendungsprogrammen, der Programmierung von Softwarelösungen oder auch der Wartung von Maschinen und Robotern. Durch lebenslanges Lernen wird gewährleistet, dass sich die Mitarbeiter rechtzeitig für diese neuen Aufgaben qualifizieren können.

Welche Möglichkeiten für „Lebenslanges Lernen“ gibt es?

Neben autodidaktischem Lernen durch ein Selbststudium kommen immer häufiger auch professionelle Lösungen zum Einsatz, die wahlweise innerhalb von Unternehmen in Form von Fortbildungen stattfinden oder zielgenau durch externe Anbieter angeboten werden. Die tatsächliche Umsetzung ist dabei in der Regel von den Aufgabenstellungen der Mitarbeiter, von der jeweiligen Branchen sowie den Ressourcen abhängig, die für eine Fort- und Weiterbildung zur Verfügung stehen.

Besonders in Bereich der IT haben sich externe Weiterbildungen wie etwa Bootcamps im Bereich AWS Cloud Computing oder Webentwicklung in den letzten Jahren als interessante Alternative zu gängigen Weiterbildungsmaßnahmen etabliert. Dies liegt insbesondere daran, dass sogenannte IT-Bootcamps die Mitarbeiter punktgenau auf spezielle Fähigkeiten ausbilden, die sofort in der Praxis genutzt werden können.

Zudem haben Bootcamps den Vorteil, dass diese in der Regel innerhalb von drei Monaten in Vollzeit absolviert und abgeschlossen werden können, sodass die Mitarbeiter dem Unternehmen sehr schnell wieder zur Verfügung stehen und es keine großen personellen Ausfallzeiten gibt.

Diese Weiterbildungen sind dabei natürlich nur ein einzelner Baustein im Konzept des lebenslangen Lernens, wobei das Wissen je nach Aufgabengebiet und Branche gemäß des ursprünglichen Konzepts entsprechend durch selbstständiges Lernen von den Mitarbeitern in Eigenregie regelmäßig aufgefrischt und sogar erweitert werden kann.

Fazit

Mit der Absolvierung einer Berufs- oder Hochschulausbildung ist der berufliche Lernprozess inzwischen nicht mehr vollständig abgeschlossen und bis zum Renteneintritt gesichert. Stattdessen werden die regelmäßige Auffrischung und Weiterentwicklung des Know-hows in nahezu allen Berufen und Branchen immer wichtiger. Professionelle Weiterbildungen können hier ein wichtiger Baustein für die zukünftige Karriere sein.