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Warum ist Herbstputz besser als Frühjahrsputz?

Aus dem Herbstputz kann weit mehr als eine große Reinigungsaktion werden. Foto: © stock adobe

Wenn die Tage kürzer werden und sich das Leben zunehmend nach drinnen verlagert, lohnt sich ein gründlicher Blick auf die eigenen vier Wände. Während der klassische Frühjahrsputz vielen Menschen ein Begriff ist, kann eine große Reinigungsaktion im Herbst sogar sinnvoller sein.

Schließlich beginnt nun die Zeit, in der Fenster häufiger geschlossen bleiben, die Heizung läuft und deutlich mehr Stunden zu Hause verbracht werden. Ein Herbstputz sorgt deshalb nicht nur für Sauberkeit, sondern bereitet Wohnung und Haus auf die kommenden Monate vor.

Was versteht man unter einem Herbstputz?

Der Herbstputz ist eine gründliche Reinigung der Wohnung oder des Hauses vor Beginn der kalten Jahreszeit. Anders als bei der normalen wöchentlichen Reinigung geht es dabei auch um Stellen, die im Alltag häufig übergangen werden. Schränke werden ausgeräumt, Heizkörper gereinigt, Fenster geputzt und schwer erreichbare Ecken von Staub befreit.

Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, Dinge zu sortieren und Platz für die kommenden Monate zu schaffen. Sommerkleidung kann verstaut, die Garderobe für Herbst und Winter hervorgeholt und der Eingangsbereich neu organisiert werden. Auch Balkon, Terrasse oder Gartenmöbel gehören zum Herbstputz, wenn sie auf den Winter vorbereitet werden sollen.

Warum ist der Herbst der ideale Zeitpunkt für einen Großputz?

Im Sommer stehen Türen und Fenster häufig offen. Dadurch gelangen Staub, Pollen, kleine Insekten und andere Verschmutzungen leichter ins Haus. Nach mehreren warmen Monaten haben sich deshalb gerade an Fenstern, Rahmen, Rollläden und schwer zugänglichen Stellen häufig deutliche Spuren angesammelt.

Im Herbst ändert sich der Alltag. Die Fenster bleiben länger geschlossen und die Heizung wird wieder eingeschaltet. Staub, der sich beispielsweise auf oder hinter Heizkörpern befindet, kann durch die warme Luft im Raum verteilt werden. Eine gründliche Reinigung vor Beginn der Heizperiode kann deshalb zu einem angenehmeren Raumgefühl beitragen.

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Auch praktische Aufgaben lassen sich mit dem Herbstputz verbinden. Wer beispielsweise wissen möchte, wie sich bestimmte Haushaltsbereiche besonders gründlich reinigen oder pflegen lassen, kann hier klicken und die Reinigung professionell erledigen lassen.

Vorteile gegenüber dem Frühjahrsputz

Der Frühjahrsputz hat zwar eine lange Tradition, doch aus praktischer Sicht spricht einiges für den Herbst. Im Frühling beginnt für viele Menschen wieder die Zeit, in der sie häufiger draußen unterwegs sind. Gartenarbeit, Ausflüge und längere Tage sorgen dafür, dass sich ein großer Hausputz schnell wie eine zusätzliche Belastung anfühlen kann.

Im Herbst spielt sich dagegen mehr Alltag innerhalb der eigenen vier Wände ab. Genau deshalb fällt Sauberkeit dort stärker auf. Ein frisch gereinigtes Wohnzimmer, saubere Fenster und aufgeräumte Schränke können dazu beitragen, dass die Wohnung während der dunkleren Monate angenehmer wirkt.

Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Viele typische Herbstarbeiten müssen ohnehin erledigt werden. Sommerdecken werden gegen wärmere Bettdecken getauscht, Jacken kommen zurück in die Garderobe und Gartenmöbel werden eingelagert. Werden diese Aufgaben mit dem Großputz verbunden, lässt sich vieles in einem Arbeitsgang erledigen.

Gut vorbereitet auf die Heizperiode

Ein wichtiger Teil des Herbstputzes sind die Heizkörper. Auf ihnen und besonders in ihren Zwischenräumen sammelt sich über Monate Staub. Sobald die Heizung wieder läuft, steigt warme Luft nach oben und kann Staubpartikel mitnehmen.

Deshalb sollten Heizkörper vor Beginn der Heizperiode gründlich gereinigt werden. Je nach Bauart helfen ein Staubsauger mit schmalem Aufsatz, eine Heizkörperbürste oder ein leicht feuchtes Tuch. Auch der Bereich hinter der Heizung verdient Aufmerksamkeit.

Bei dieser Gelegenheit kann gleichzeitig geprüft werden, ob die Heizkörper frei zugänglich sind. Möbel, lange Vorhänge oder andere Gegenstände direkt vor der Heizung können die Wärmeverteilung im Raum behindern. Der Herbstputz wird damit zugleich zu einer guten Vorbereitung auf kühlere Tage.

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Diese Bereiche sollten beim Herbstputz nicht vergessen werden

Besonders viel Aufmerksamkeit verdienen Fenster und Fensterrahmen. Nach dem Sommer finden sich dort häufig Staub, Pollen und Insektenreste. Auch Rollläden und Fensterbänke sollten gereinigt werden. Saubere Scheiben haben zudem einen angenehmen Nebeneffekt: Das ohnehin knappere Tageslicht kann ungehindert in die Räume gelangen.

Ein weiterer Bereich ist die Küche. Oberseiten von Schränken, Dunstabzugshaube, Kühlschrank und Vorratsschränke werden bei der normalen Reinigung leicht übersehen. Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, Lebensmittelvorräte zu kontrollieren und abgelaufene Produkte auszusortieren.

Auch Schlafzimmer und Wohnzimmer verdienen eine gründlichere Reinigung. Matratzen können abgesaugt, Bettkästen geleert und Polstermöbel von Staub befreit werden. Lampenschirme, Türrahmen, Fußleisten und die Oberseiten hoher Möbel gehören ebenfalls zu den Stellen, die im Alltag häufig vergessen werden.

Herbstputz als Gelegenheit zum Ausmisten und Entrümpeln

Putzen und Aufräumen lassen sich hervorragend miteinander verbinden. Besonders beim Wechsel der Jahreszeiten zeigt sich schnell, welche Gegenstände eigentlich nicht mehr gebraucht werden. Kleidung, die den gesamten Sommer ungetragen im Schrank hing, muss möglicherweise nicht noch ein weiteres Jahr aufgehoben werden.

Das gilt ebenso für Keller, Abstellraum und Garage. Leere Kartons, kaputte Gartengeräte oder längst vergessene Haushaltsgegenstände nehmen Platz weg und erschweren später das Aufräumen. Noch brauchbare Dinge können verkauft oder verschenkt werden. Beschädigte Gegenstände lassen sich entsprechend den örtlichen Vorgaben entsorgen. Weniger Gegenstände bedeuten außerdem weniger Flächen, auf denen sich Staub sammeln kann. Ein gründliches Ausmisten erleichtert deshalb auch die spätere Reinigung.

Checkliste: So gelingt der Herbstputz Schritt für Schritt

Ein Herbstputz muss nicht an einem einzigen Tag erledigt werden. Sinnvoller kann es sein, die Arbeit nach Räumen oder Aufgaben aufzuteilen. Zunächst können Schränke und Ablagen ausgeräumt und nicht mehr benötigte Dinge aussortiert werden. Danach folgen Staubwischen und die Reinigung höher gelegener Flächen, bevor Böden gesaugt und gewischt werden.

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Fenster, Heizkörper und schwer erreichbare Bereiche lassen sich anschließend separat bearbeiten. Zum Schluss werden Textilien gewechselt, Winterkleidung eingeräumt und Balkon oder Terrasse auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

So wird aus dem Herbstputz weit mehr als eine große Reinigungsaktion. Wohnung oder Haus werden auf jene Monate vorbereitet, in denen sich das Leben stärker nach drinnen verlagert. Genau darin liegt sein großer Vorteil gegenüber dem traditionellen Frühjahrsputz: Die gründliche Reinigung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem ein sauberes und aufgeräumtes Zuhause besonders lange genutzt und genossen werden kann.

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Verfasst von Redaktion