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Unerwünschte Tattoos – was kann man tun?

Wie kann man unerwünschte Tattoos loswerden? Foto: ©mkrberlin/ stock adobe

Mit Tattoos auf Deinem Körper zeigst Du Persönlichkeit und erzählst mit den Motiven Geschichten Deines Lebens. Doch Lebensumstände können sich ändern, sodass die Kunstwerke auf Deiner Haut nicht mehr passen. Zudem verblassen Tattoos und verlieren ihren Reiz. Doch wie kannst Du unerwünschte Tattoos loswerden?

Gründe für Tattoo-Unzufriedenheit

Nach dem Stechen und der Abheilung der Wunde ist ein Tattoo schön anzusehen. Doch mit den Jahren verblassen die Farben. Ursache dafür ist hauptsächlich die UV-Strahlung, wenn Du Dich nicht ausreichend mit einer Tattoo-Sonnencreme dagegen schützt. Doch die Sonne ist es nicht allein, die das Kunstwerk auf Deiner Haut verblassen lässt. Am Tattoo nagt zudem der Zahn der Zeit. Schneller passiert dies an Stellen, die ständig in Bewegung sind. Dazu gehörige Haut der inneren Lippe, der Hände, der Finger und der Füße.

Weitere Gründe, die ein Tattoo unschön aussehen lassen, sind verschwommene, ausgefranste Linien. Manche Menschen mit Tattoos, die sie sich vor Jahren haben stechen lassen, empfinden das Motiv nicht mehr als zeitgemäß. Auch die Platzierung kann stören, wenn sich das Tattoo nicht bedecken lässt.

Eigentlich ist es nicht der Sinn eines Tattoos, es zu bedecken. Doch es gibt Situationen, in denen ein Tattoo unerwünscht ist. Schaden könnte das Zurschaustellen bei Vorstellungsgesprächen in Unternehmen, in denen seriöses Auftreten Pflicht ist. Auch die Erinnerung an einen verflossenen Partner ist ein Grund für die Entfernung eines Tattoos. Vielleicht empfindest Du Deinen Körperschmuck auch als Jugendsünde und würdest ihn gerne loswerden. Welche Möglichkeiten hast Du dazu?

Möglichkeiten im Überblick

Grundsätzlich kommt eine Tattooentfernung für jeden infrage – vorausgesetzt, Du bist gesund. Doch auch dann ist sie mit Risiken behaftet, denn das Entfernen des Tattoos belastet durch den Abbau der Farbpartikel das Lymphsystem, die Leber und die Nieren.

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Während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist eine Tattooentfernung tabu. Zudem solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass das Entfernen von Tattoos viel Zeit und Geld erfordert. Außerdem kann es, gleich für welche der folgenden Behandlungsmöglichkeiten Du Dich entscheidest, zu Komplikationen kommen.

Tattoo–Cover-up: Möglichkeiten und Grenzen

Bist Du mit Deinem Tattoo unzufrieden, hast Du die Möglichkeit, dieses mit einem neuen Tattoo zu überdecken. Dieses ist jedoch nicht einfach, denn das alte Tattoo beeinflusst das Ergebnis stark.

Entscheidest Du Dich für ein Cover-up, muss der Tätowierer das neue Tattoo tiefer stechen und gegebenenfalls mehrere Schichten Farbe auftragen. Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass mehrere Sitzungen erforderlich sind. Mit der Zeit könnte Dein altes Tattoo wieder durchscheinen. Dies ist vornehmlich bei hellen Farben zu erwarten. Deshalb ist es ratsam, dunklere Farben für das Cover-up zu wählen.

Tattoo-Aufhellung als Vorbereitung

Ein Cover-up ist erfolgreicher, wenn Du Dich zuvor darauf vorbereitest, indem Du Dein altes Tattoo aufhellst. Dazu kannst Du Tattoo-Aufhellungscremes verwenden. Darin sind chemische Substanzen enthalten, die die Pigmente im Tattoo aufhellen. Zudem können die Cremes die Haut reizen oder schwer verletzen. Anwenden solltest Du sie nur mit Begleitung eines Dermatologen. Erfolg versprechender ist das Entfernen und Aufhellen von Tattoos mit Laser.

Tattooentfernung mit Laser

Standard ist eine Tattooentfernung mit Laser. Dabei kommen Lichtimpulse zum Einsatz, die tief in die Haut eindringen und die Farbpigmente zertrümmern.

Wendest Du Dich an eine Praxis mit modernen Lasersystemen, profitierst Du von einer schmerzarmen Behandlung. Oft sind mehrere Sitzungen mit einer Dauer von zehn bis dreißig Minuten erforderlich.

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Die besten Ergebnisse lassen sich mit dunklen Tattoos erzielen. Besonders bei hellen Farben kann der behandelnde Arzt nicht garantieren, dass er das Tattoo vollständig entfernen kann.

Zudem solltest Du wissen, dass die Laserbehandlung mit Risiken verbunden ist. Mögliche vorübergehende Folgen sind Krusten- und Blasenbildung sowie Rötungen und Schwellungen. Auch Schmerzen können während und nach der Behandlung auftreten.

Die viel beworbene Laserbehandlung zur Entfernung eines Tattoos eignet sich nicht für jeden. Kontraindiziert ist sie bei Menschen mit Hautentzündungen, krankhaften Hautveränderungen sowie bei Sonnenbrand. Zudem kommt sie nicht infrage bei sonnengebräunter Haut, bei Herpesinfektionen sowie bei der Neigung zu starker Narbenbildung.

Abzuraten ist eine Laserbehandlung bei Einnahme bestimmter Medikamente und der Verwendung selbst bräunender Cremes. Eine alternative Methode zur Entfernung von Tattoos müssen sich zudem schwangere und stillende Frauen suchen.

Alternative Methoden zur Tattooentfernung

Kommen ein Cover-up und eine Laserbehandlung nicht infrage, kannst Du Dir großflächige Tattoos operativ herausschneiden lassen. Jedoch bleibt eine Narbe zurück.

Ebenso kann ein Arzt die Haut bei einem Termin zur Dermabrasion abschleifen. Dabei riskierst Du jedoch, dass sich die großflächige Wunde infiziert. Zudem können sich Narben und helle Flächen auf der Haut bilden, weil Hautfarbstoffe fehlen.

Nicht empfehlenswert sind Peelings mit konzentrierten Säuren, denn mit diesen erreichst Du das gewünschte Resultat nicht. Gefährlich für Dich wird es, wenn Du flüssige Tattoo-Entferner unter die Haut spritzt. Diese enthalten Laugen, Enzyme und hoch konzentrierte Säuren, mit denen Du das Organ verätzen kannst. Auch hier sind Narben und helle Hautflecken möglich. Zudem besteht das Risiko einer allergischen Reaktion.

Nachsorge und Hautpflege

Nach einer Tattooentfernung reagiert die Haut empfindlich. Deshalb braucht sie Deine Aufmerksamkeit, um Entzündungen, Narbenbildung und Infektionen zu verhindern.

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Direkt nach der Behandlung schützt der Mediziner die Wunde mit einer Wundauflage vor Schmutz, Keimen und vor Reibung. Deine Aufgabe ist es, die Wunde noch eine Weile zu kühlen, um das Risiko von Gewebeschädigungen so gering wie möglich zu halten. Zudem lindert die Kälte die Schmerzen und unterstützt den Heilungsprozess. Die Wundauflage darfst Du erst nach drei bis vier Tagen abziehen.

Reinige die Wunde regelmäßig und führe der Haut mit einer Creme Feuchtigkeit zu. Schütze sie zusätzlich mit einer Sonnencreme. Damit beugst Du Hautschäden und einer vorzeitigen Hautalterung vor. Von innen heraus unterstützt Du die Heilung durch das Trinken von ausreichend Wasser und durch eine ausgewogene Ernährung.

Welche Lösung passt zu mir?

Welche Art der Tattooentfernung zu Dir passt, hängt von Deinem Gesundheitszustand und Deinen persönlichen Bedürfnissen ab.

Die Laserentfernung eignet sich, wenn Du eine höchstmögliche Entfernung anstrebst und finanziell gut aufgestellt bist. Ein Cover-up-Tattoo kommt infrage, wenn Du mit Deinem bisherigen Tattoo unzufrieden bist und ein anderes Design wünschst. Mit einer Tattoo-Aufhellung schaffst Du die Basis für ein neues Tattoo.

Beachte bei Deiner Entscheidung, dass größere Tattoos intensivere und längere Behandlungen erfordern. Zudem solltest Du vor dem Eingriff fachkundige Mediziner um Rat fragen.

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Verfasst von Redaktion