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Was ist Manuka-Honig?

Wer echten Manuka-Honig möchte, sollte auf den MGO-Gehalt und die UMF-Angaben auf dem Glas achten. Foto: © Maridav / stock adobe

Es gibt viele verschiedene Honigsorten. Waldhonig, Rapshonig, Ahornhonig, Thymianhonig – die Aufzählung ließe sich nahezu endlos fortsetzen. Eine Honigsorte, die uns in Deutschland nicht so häufig begegnet, ist der Manuka-Honig. Wir haben diesen Honig einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Was ist Manuka-Honig und woher kommt er?

Der Manuka-Honig ist ein Honig aus Neuseeland und Australien. Die Bienen, die ihn produzieren, ziehen ihren Nektar aus der Manuka-Pflanze. Diese wird auch Südseemyrte genannt. Manuka-Honig hat eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, die man bei anderen Blütenhonigarten nicht oder zumindest nicht in dem Ausmaß findet.

Dass Honig positiven Einfluss auf die eigene Gesundheit nehmen kann, ist kein Geheimnis. Von entzündungshemmender Wirkung auf den Körper bis hin zur EinschlafhilfeHonig werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Vor diesem Hintergrund ist es besonders interessant einmal zu prüfen, welche Besonderheiten der Manuka-Honig über die klassischen Wirkstoffe in Honig hinaus noch mitbringt.

Wie wird Manuka-Honig hergestellt?

Die „Herstellung“ übernehmen, wie eigentlich generell bei Naturhonig, die Bienen. Damit das funktioniert, bringen die Imker in Neuseeland und Australien ihre Bienenstöcke zur Blütezeit der Südseemyrte in die Nähe dieser Sträucher. Die Bienen schwärmen aus, sammeln den Nektar und bringen ihn in ihren Stock zurück. Schon auf dem Weg in den Stock kommt es in den Honigblasen der Sammelbienen zu einer Vermischung körpereigener Enzyme und des Nektars.

Im Stock angekommen, wird der Nektar an die Stockbienen übergeben. Von diesen wird er mehrfach von einem Mund zum nächsten weitergegeben. Das führt zu einer Veränderung der chemischen Struktur des Nektars. Da dieser jetzt noch einen sehr hohen Wassergehalt hat – mehr als 70 % – wird er in Waben gefüllt und eingelagert. Vor diesen Waben schlagen die Stockbienen ununterbrochen mit ihren Flügeln. Das trocknet den Nektar und lässt die enthaltene Flüssigkeit zum Teil verdampfen.

Nach den Bienen sind die Imker an der Reihe

Nach dieser Behandlung ist der Manuka-Honig sehr dickflüssig. Deshalb werden moderne Maschinen verwendet, die den Honig ganz behutsam aus den Waben lösen. Danach wird er in Zentrifugen kaltgeschleudert, sodass er aus den Wabenresten ausgesondert wird. Diese Art der Gewinnung gilt als besonders schonend.

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Damit sich im Manuka-Honig wirklich alle enthaltenen Wirkstoffe optimal entfalten können, wird der Honig in einem Fass für mehrere Monate bis zur vollständigen Reife gelagert. Vor der Abfüllung in Gläser wird durch ein unabhängiges Labor in Neuseeland konkret der tatsächliche MGO-Wert gemessen. Außerdem wird die Echtheit des Honigs festgestellt.

Was macht Manuka-Honig so besonders?

Der Manuka-Strauch blüht im Jahr nur zwei bis sechs Wochen. Das bedeutet, die Zeit, in der dieser Honig gesammelt werden kann, ist kurz im Vergleich zu anderen Blütenhonigarten. Das Besondere an Manuka-Honig sind allerdings die Inhaltsstoffe. MGO ist dabei der Stoff, dem der Manuka-Honig in erster Linie seine Beliebtheit zu verdanken hat. Deshalb findet man auch bei Anbietern wie manukamarkt.de Honig-Varianten mit unterschiedlichen MGO-Stärken.

MGO und UMF – was bedeuten die Angaben auf dem Etikett?

Die Abkürzung MGO steht für Methylglyoxal. Dieser Wirkstoff ist in hoher Konzentration in Manuka-Honig enthalten. Um sicherzustellen, dass jeder als Manuka-Honig verkaufte Honig dieses Kriterium erfüllt, werden oben bereits beschriebene Tests durchgeführt.

MGO wird eine ganz besondere Wirkung zugeschrieben. Der Stoff greift die Zellwände von Bakterien an. Dadurch werden die Bakterien nicht nur effektiv bekämpft, sie kollabieren regelrecht. MGO ist in jedem Honig enthalten. Deshalb wird dem „flüssigen Gold“ grundsätzlich eine antiseptische Wirkung zugesprochen.

In normalem Honig liegt der Wert allerdings bei 1 bis 5 mg MGO pro Kilogramm. Der Honig aus der Südseemyrte hingegen kommt, je nach Hochwertigkeit und Qualität auf 400, 800 oder sogar 1.000 mg MGO pro Kilogramm Honig. Ein echter Booster im Kampf gegen Bakterien aller Art.

Anders sieht es beim UMF-Siegel auf dem Honigglas aus. UMF steht für Unique Manuka Factor oder übersetzt: einzigartiger Manuka-Faktor. Hiermit ist kein besonderer Inhaltsstoff als solcher gemeint – es ist ein geschütztes Zertifizierungs- und Qualitätssiegel. Um dieses Siegel zu erhalten, werden vier Schlüsselkomponenten im Honig geprüft:

  • Die tatsächliche Menge an MGO im Honig.
  • Die Menge an Dihydroxyaceton (DHA) – das ist der Inhaltsstoff im Nektar, der sich in der Reifephase in MGO umwandelt.
  • Das Vorhandensein von Leptosperin. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Pflanzenstoff, der nur im Manuka-Nektar enthalten ist. Das Vorhandensein gilt als klarer Beweis dafür, dass der Honig aus dem Nektar des Manuka-Strauchs gewonnen wurde.
  • Das Vorhandensein von HMF. Dabei handelt es sich um Hydroxymethylfurfural. Dieser Stoff entsteht nur, wenn der Honig bei der Verarbeitung zu stark erhitzt wurde. Ist HMF in größeren Mengen vorhanden, ist das ein Zeichen für einen Mangel an Qualität.
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Die UMF-Angabe ist immer mit einer Zahl verbunden. Anhand dieser Zahl lässt sich auch die enthaltene MGO-Menge ablesen. Während UMF 5+ für die geringstmögliche MGO-Menge in echtem Manuka-Honig steht, ist UMF 20+ ein hochwertiger Booster gegen Bakterien aller Art.

Welche Inhaltsstoffe stecken in Manuka-Honig?

Wie alle Honigsorten enthält auch der Manuka-Honig viel natürlichen Zucker und ist damit ein Lieferant schneller Energie. Daneben bietet er Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Zusätzlich findet man hier noch geringe Mengen an B-Vitaminen wie B1, B2 oder Folsäure. Auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink sind enthalten.

Allein zur Supplementierung dieser Vitamine und Spurenelemente eignet Manuka-Honig sich nicht. Dafür sind die enthaltenen Mengen zu gering. Aber im Rahmen einer gesunden Ernährung kann dieser Honig einen wichtigen Beitrag zu einer ausreichenden Versorgung mit den genannten Nährstoffen leisten.

Wer regelmäßig Sport treibt und gerade in den Herbst- und Wintermonaten draußen bei kaltem und feuchtem Wetter joggen geht oder Fahrrad fährt, der braucht nicht nur entsprechende Kleidung, wie man sie bei Anbietern wie picksport.de findet, sondern kann mit der regelmäßigen Einnahme von Manuka-Honig auch etwas für die Stärkung seines Immunsystems tun.

Wie lässt sich Manuka-Honig verwenden?

Manuka-Honig kann zur Anwendung eingenommen oder äußerlich aufgetragen werden. Bei akuten Beschwerden wie Erkältungen, Halsschmerzen und Husten kann man 3-mal am Tag einen Teelöffel Manuka-Honig langsam im Mund zergehen lassen. Danach sollte man rund 30 Minuten lang nichts trinken, da der Honig sich wie ein Film auf die Schleimhäute setzt und seine antibakterielle Wirkung so voll entfalten kann.

Da MGO hitzebeständig ist, kann man den Honig auch ohne größere Wirkungsverluste in warmer Milch oder Heißgetränken auflösen. Manuka-Honig wird auch zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden genutzt. Dazu sollte man rund 30 Minuten vor einer Mahlzeit einen Teelöffel Honig pur einnehmen. Vor allem auf nüchternen Magen genommen kann er direkt gegen Bakterien im Magen und Darm vorgehen und gegen Beschwerden wie Magen- und Darmentzündungen oder Sodbrennen wirken.

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Für Hautunreinheiten, Herpes, Verbrennungen, entzündete Stellen oder Schürfwunden kann der Honig auch äußerlich angewandt werden. Hierzu wird der Honig punktuell und dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Nach einer Wirkungsphase von 15 bis 30 Minuten wird der Honig mit lauwarmem Wasser abgespült. Für ein schöneres Hautbild kann der Honig auch großflächig dünn als Gesichtsmaske aufgetragen und nach 20 Minuten abgespült werden.

Worauf sollte man beim Kauf von Manuka-Honig achten?

Wer echten Manuka-Honig möchte und bereit ist die dafür aufgerufenen Preise zu bezahlen, sollte unbedingt auf den MGO-Gehalt und die UMF-Angaben auf dem Glas achten. Der Honig sollte kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Im Kühlschrank kristallisiert der Honig schnell und wird zäh und hart. Die Lagerung in einer dunklen Vorratskammer oder in einem geschlossenen Schrank reicht vollkommen aus.

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Verfasst von Redaktion