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So schützt man sich vor Betrug am Telefon – clevere Tipps

Vorsicht bei unbekannten Nummern und beim Herausgeben von Informationen oder Geld. Foto: © Paweł Kacperek / stock adobe

Betrug am Telefon gehört nach wie vor zu einer der verbreitetsten Maschen der Cyberkriminalität. Die Angreifer nutzen hierfür unbekannte Nummern und vorgeschobene Gründe, um an sensible Informationen zu gelangen und hohe Geldsummen zu erbeuten. Früher waren vor allem Senioren das Ziel, heute visieren die Betrüger aber auch zunehmend junge Menschen an.

Die Maschen werden dabei immer ausgefeilter und überzeugen durch vermeintliche Seriosität. Wer den Betrug jedoch zu spät erkennt, bleibt oft auf dem Schaden sitzen. Dieser Artikel erklärt die Betrugsmaschen und gibt praktische Tipps zum effizienten Schutz.

Betrugs- und Spamanrufe erreichen ein neues Rekordhoch

Dank des Internets und der Digitalisierung können Betrüger heute auf eine schier endlose Zahl an neuen Nummern zurückgreifen. Das hat dazu geführt, dass Betrugs- und Spamanrufe kürzlich ein neues Rekordniveau erreicht haben. Allein der Mobilfunkanbieter Vodafone musste im Jahr 2025 innerhalb von drei Monaten vor 15 Millionen Anrufen warnen.

Oft werden die Betrugsversuche vom Mobilfunkanbieter entdeckt und geblockt, sonst erscheint auch bei modernen Handys beim Anruf selbst bereits eine Warnung. Das funktioniert oft, aber nicht immer. Betrüger und Mobilfunkanbieter bzw. Handyhersteller befinden sich hierbei in einem klassischen „Katz und Maus“-Spiel, das bereits seit Jahren andauert.

Sie täuschen Identitäten vor oder hoffen auf einen Rückruf

Die Betrüger gehen oft nach bewährten Betrugsmaschen vor: Sie geben sich gerne als Mitarbeiter von Unternehmen wie PayPal, Online-Banken oder E-Wallets aus, um an sensible Daten zu gelangen und Geldsummen zu stehlen.

Dabei verfügen sie teilweise über persönliche Informationen, die sie beispielsweise durch ein Datenleck erbeuten konnten.

Alternativ klingeln Betrüger nur einmal an und hoffen dann auf einen Rückruf, um im späteren Verlauf ihre Opfer in eine Kostenfalle zu locken. Spam- und Werbeanrufe sind in Deutschland zwar gesetzlich verboten, doch die Betrüger stört das nicht. Schließlich können sie im Falle einer Sperrung mit relativ wenig Aufwand eine neue Nummer aufsetzen.

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Praktische Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug

Vorsicht bei unbekannten Nummern

Der erste Schritt ist natürlich, unbekannte Nummern mit sehr viel Skepsis zu behandeln. Unternehmen rufen in der Regel nicht einfach so an und fragen dann nach Informationen, selbst wenn es sich um einen vermeintlichen Notfall handelt. Man darf sich ebenfalls nicht unter Druck setzen lassen, selbst wenn alles andere plausibel klingt. Betrüger können teilweise über private Informationen verfügen und setzen praktisch immer auf hohen Handlungsdruck.

Keine Daten und kein Geld übergeben

Manchmal fragen die Betrüger nach vermeintlich harmlosen Daten oder Informationen, die sie aber dann später missbrauchen können. Grundsätzlich gilt: Am Telefon sollten keine privaten Daten herausgegeben werden, ob Wohnort oder Geburtsdatum. In einigen Fällen geben sich Betrüger am Telefon als Handwerker, Boten, Polizei oder Verwandte aus, um später Zutritt zu einer Wohnung oder Geld und Wertsachen zu verlangen.

Auflegen und offiziellen Support anrufen

Im Zweifelsfall bietet es sich stattdessen an, sofort aufzulegen und anschließend die unbekannte Telefonnummer zu identifizieren – Festnetz oder Mobilfunk spielt dabei keine Rolle. Zudem kann es empfehlenswert sein, mit dem offiziellen Support des betroffenen Unternehmens in Kontakt zu treten, ob Zahlungsdienstleister, Bank, Stromanbieter oder Apothekenverband. Die betroffenen Unternehmen sind mit Telefonbetrug bestens vertraut und können im Notfall bei weiteren Schritten behilflich sein.

Sicherheit und Privatsphäre im Internet stärken

Die Grundlage für Telefonbetrug sind oft Datenlecks im Internet. So gelangen die Kriminellen an sensible Informationen und leiten ihre weiteren Betrugsversuche ein. Wer sich besser schützen möchte, kann beispielsweise mithilfe einer VPN-App alle Übertragungen sicher verschlüsseln und die eigene IP-Adresse (und somit den Standort) im Internet verbergen. Das trägt zur Sicherheit, zum Datenschutz und zur Privatsphäre bei.

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Fazit: Telefonbetrug lässt sich mithilfe ein paar einfacher Tipps konsequent vermeiden

Die Anzahl an Betrugs- und Spamanrufen bewegt sich derzeit auf einem Rekordniveau. Mit ein paar einfachen Tipps ist dennoch guter Schutz möglich. Grundsätzlich gilt: Vorsicht bei unbekannten Nummern und beim Herausgeben von Informationen oder Geld. Im Zweifelsfall sollte man auflegen, ggf. die Nummer identifizieren und den offiziellen Support anrufen.

So haben die meisten Betrugsversuche von Anfang an keine Chance. Wer sich darüber hinaus stets auf dem Laufenden hält, hat eigentlich kaum noch etwas zu befürchten.

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Verfasst von Redaktion