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Pflaster selbst verlegen: wichtige Tipps

Wer Pflaster selbst verlegen möchte, sollte einige Details beachten. Foto: © reichdernatur / stock adobe

Egal, ob im Zusammenhang mit Einfahrten, Terrassen oder Gartenwegen: Gepflasterte Flächen zeichnen sich nicht nur durch eine ansprechende Optik, sondern auch durch eine lange Haltbarkeit aus. Und immer mehr Hobbyhandwerker entscheiden sich dazu, Pflaster selbst zu verlegen.

Einerseits, weil sie so die Gestaltungsmöglichkeiten, die dieser Untergrund mit sich bringt, optimal nutzen können. Und andererseits, weil sie es lieben, sich handwerklich einzubringen. Besonders praktisch ist es in diesem Zusammenhang, dass es in der Regel kein Profi-Know-how braucht, um die Arbeiten auszuführen.

Sorgfalt, eine verlässliche Planung und ein grundlegendes Verständnis für den Aufbau des Untergrunds sind dennoch unerlässlich, sobald es darum geht, überzeugende Ergebnisse zu schaffen. Wer auf die folgenden Details achtet, kann Fehler (und das mit ihnen verbundene Nachbessern) meist vermeiden.

Warum Pflaster selbst verlegen eine gute Idee sein kann

Wer Pflastersteine in Eigenregie verlegt, kann von vielen Vorteilen profitieren. Manche Grundstückseigentümer entscheiden sich allein schon aus Kostengründen dafür, selbst aktiv zu werden. Denn: Anders als bei der Beauftragung professioneller Handwerker fallen hier nur die Material- und Werkzeugkosten an. Zudem steht einer flexiblen Umsetzung nichts im Wege. Fixe Terminabsprachen oder Ähnliches gibt es nicht.

Zu guter Letzt schätzen viele Hobbyhandwerker den gestalterischen Spielraum, der mit der Verlegung der Pflastersteine verbunden ist. Egal, ob individuelle Muster oder Materialauswahl: Der Fantasie sind hier so gut wie keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist es allerdings, im Hinterkopf zu behalten, dass solche Projekte auch Zeit und Mühe kosten.

Die richtige Planung: Fläche, Material und Kosten

Bevor mit dem Verlegen gestartet werden kann, ist es wichtig, alles genau zu planen. Hierzu gehört es unter anderem:

  • die entsprechende Fläche genau zu vermessen,
  • das Gefälle für den Wasserabfluss zu berechnen,
  • individuelle Anforderungen beim Unterbau und bei der Materialstärke zu beachten.
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Und natürlich gilt es zudem, das zur Verfügung stehende Budget im Hinterkopf zu behalten. Nicht nur die Pflastersteine, sondern auch der Schotter, der Sand, Randsteine und Fugenmaterial kosten Geld. Bereits im Jahr 2023 zeigte sich, dass die Preise für Baumaterialien Bauvorhaben beeinflussen können. Hinzu kommt: Wer nicht alle Geräte zu Hause hat, kann diese mieten, sollte aber die Preise ebenfalls einkalkulieren.

Geeignete Pflastersteine im Überblick

Mit der Auswahl der passenden Pflastersteine lassen sich Optik, Pflegeaufwand und Belastbarkeit des jeweiligen Areals beeinflussen. Und jedes Material zeichnet sich durch individuelle Eigenschaften aus.

So sind Betonsteine zum Beispiel vergleichsweise günstig und in vielen Varianten erhältlich. Sie lassen sich unter anderem durch Bohren bearbeiten und so auch als Basis für Sichtschutzwände und Ähnliches nutzen. Die Optik von Natursteinpflaster ist hochwertiger, aber oft teurer und anspruchsvoller in Bezug auf die Verlegearbeiten. Wer sich auf der Suche nach einer besonders robusten Lösung befindet, sollte sich gegebenenfalls für Klinkerpflaster entscheiden.

In jedem Fall gilt es, darauf zu achten, dass die Steine zu der Umgebung, in der sie eingesetzt werden, passen. Ein Blick auf die individuelle Nutzung kann dabei helfen, Lösungen mehr in den Fokus zu rücken oder komplett auszuklammern.

Pflaster selbst verlegen: Wichtige Tipps

Grundsätzlich ist es nicht schwierig, mit dem passenden Hintergrundwissen und dem nötigen Equipment Pflaster selbst zu verlegen und so vielleicht sogar den Wert seiner Immobilie zu steigern. Die folgenden Tipps helfen weiter.

Untergrund vorbereiten: Das Fundament entscheidet

Die Langlebigkeit einer gepflasterten Fläche ist vor allem vom Aufbau des Untergrunds abhängig. Im ersten Schritt wird der Boden bis zur jeweils erforderlichen Tiefe ausgehoben. Wichtig ist es zudem, darauf zu achten, dass der Untergrund eben, tragfähig und verdichtet ist. Es sollte nicht auf zu weichen oder feuchten Schichten gepflastert werden.

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Tragschicht und Bettung korrekt anlegen

Nachdem der Boden ausgehoben wurde, wird eine Tragschicht aus Schotter und Mineralgemisch aufgeschüttet und sorgfältig verdichtet. Hierauf folgt eine Bettungsschicht aus Sand (oder Splitt). Diese wird allerdings nicht verdichtet, sondern nur abgezogen. Mit ihrer Hilfe werden kleine Unebenheiten ausgeglichen. Sie bildet die Basis für das Ausrichten der Pflastersteine.

Pflastersteine richtig verlegen und ausrichten

Im Anschluss können auch schon die Pflastersteine von einer geraden Bezugskante aus verlegt. Die Fugenbreite muss immer gleich sein. Dabei werden die einzelnen Steine nicht eingeschlagen, sondern – im Wortsinn – ver- bzw. gelegt. Die Ausrichtung erfolgt dann vorsichtig mit einem Gummihammer. Um Höhenunterschiede und Ungenauigkeiten zu verhindern, bietet es sich an, mit einer Wasserwaage zu arbeiten.

Randsteine setzen für dauerhafte Stabilität

Randsteine helfen dabei, ein seitliches Ausweichen der gesamten Fläche zu verhindern. Somit sind sie wichtig, um ein hohes Maß an Stabilität zu gewährleisten. Sie werden in ein Betonfundament eingesetzt und, ebenso wie die Pflastersteine auf der Fläche, ausgerichtet.

Fugenmaterial einbringen und abrütteln

Wenn alles verlegt wurde, ist es an der Zeit, das Fugenmaterial einzukehren und darauf zu achten, dass alle Zwischenräume gleichmäßig gefüllt werden. Danach folgt das Abrütteln der Fläche mit einer Rüttelplatte. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass sich das Material setzt und alles noch ein wenig besser fixiert wird.

Fazit

Wer sich vom DIY-Boom anstecken und Pflaster, zum Beispiel in der Einfahrt oder im Garten, selbst verlegen möchte, sollte einige Details beachten. Immerhin geht es darum, die Basis für ein möglichst langfristiges Ergebnis zu schaffen.

Ob genau das möglich ist, ist jedoch nicht nur von der richtigen Vorgehensweise, sondern auch von der Materialauswahl abhängig. Jede Pflastervariante zeichnet sich durch individuelle Eigenschaften aus. Wer alles genau plant, sich informiert und ausreichend Zeit einkalkuliert, steht vor einem spannenden DIY-Projekt, das die Optik des Grundstücks oft noch weiter aufwertet.

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Verfasst von Redaktion