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Zaun selbst bauen oder montieren lassen: Was lohnt sich wirklich?

Eine professionelle Zaunmontage lohnt sich vorrangig dann, wenn ein größeres Areal eingezäunt werden soll. Foto: © Margarita Ratatosk / stock adobe

Ein hochwertiger Zaun, der in funktionaler Hinsicht überzeugt und optisch zum Haus bzw. Grundstück passt, gehört für viele Eigentümer dazu. Die Ansprüche, die mit diesem besonderen „Accessoire“ verbunden sind, sind oft hoch. Es geht unter anderem darum, für ausreichend Privatsphäre zu sorgen, die Sicherheit zu erhöhen und dem betreffenden Areal eine klare Struktur zu verleihen.

Eine Frage stellt sich jedoch so gut wie immer: Sollte ich meinen Zaun selbst bauen oder doch lieber von Experten montieren lassen? Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Und die richtige Entscheidung ist hauptsächlich vom zur Verfügung stehenden Budget, dem persönlichen Zeitmanagement und handwerklichem Geschick abhängig.

Die folgenden Abschnitte beleuchten dieses Thema genauer und helfen Eigentümern ganz sicher dabei, die passende Vorgehensweise zu finden.

Die Kosten im Vergleich: Was ist günstiger?

Viele gehen davon aus, dass es günstiger sei, einen Zaun selbst zu montieren. Immerhin ist es auf diese Weise möglich, sich die Arbeitskosten, die ein Fachbetrieb ansonsten in Rechnung stellen würde, zu sparen. Bei Annahmen dieser Art gerät jedoch ein wichtiger Faktor in Vergessenheit: Auch die Eigenmontage ist nicht kostenlos.

Wer einen Zaun selbst bauen möchte, muss immerhin in das nötige Material (etwa die Zaunelemente, Pfosten und Beton) und in Werkzeug in Form von Erdbohrer und Co. investieren. Und obwohl es möglich ist, vieles zu mieten, summiert sich das Projekt schnell. Vor allem dann, wenn wirklich alles, von der Wasserwaage bis zum Hammer, gekauft werden muss. Abgesehen davon nimmt die Selbstmontage Zeit in Anspruch.

Wer einen Zaun montieren lässt, zahlt hierfür zwar auch einen gewissen Preis, bekommt jedoch, je nach Anbieter, ein Komplettset. Viele Eigentümer entscheiden sich mittlerweile bewusst für Zäune aus Polen mit Montage und profitieren davon, dass das Material und der Service hier oft zu einem günstigen Gesamtpreis angeboten werden. Und wer sich dann ein wenig Zeit nimmt, um beide Optionen mit diesem Hintergrundwissen miteinander zu vergleichen, stellt schnell fest, dass der Preisunterschied oft bei Weitem nicht so groß ist, wie gedacht … vorwiegend vor dem Hintergrund, dass beim Eigenbau gelegentlich Fehler passieren, die eine Nachbesserung erfordern und Zeit und Mühe kosten.

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Die Selbstmontage: So lange kann es dauern, bis der Zaun endlich steht

Mal eben kurz einen Zaun aufbauen, ein wenig Holz bohren und alles ausmessen… „Das kann doch nicht so schwer sein!“ Annahmen wie diese dürften in der Vergangenheit bereits in vielen Fällen zu Frust im Garten geführt haben. Viele Menschen, die sich in der Vergangenheit noch nicht mit der Thematik auseinandergesetzt haben, unterschätzen den Aufwand einer Zaunmontage gewaltig. Oder anders: Was nach einem „kurzen Wochenendprojekt“ klingt, kann am Ende mehr Zeit in Anspruch nehmen als gedacht.

Zu den wichtigsten Punkten auf der To-do-Liste gehören unter anderem:

  • eine genaue Planung der einzelnen Arbeitsschritte
  • das Ausheben der Löcher für die Pfosten
  • das Einfüllen des Betons (und das dazugehörige Aushärten)
  • das Ausrichten der einzelnen Elemente und das Befestigen.

Je nach Grundstücksgröße dauert das Ganze mehrere Tage … manchmal sogar Wochen. Zum Vergleich: Eine professionelle Montage nimmt meist deutlich weniger Zeit in Anspruch. Professionelle Dienstleister schicken hier eingespielte Teams, die nicht nur über das nötige Know-how verfügen, sondern zudem auf modernes Equipment zurückgreifen können.

Qualität und Haltbarkeit: Worauf sollten Gartenbesitzer achten?

Die meisten Gartenbesitzer dürften sich darüber einig sein, dass ein Zaun gut aussehen UND über mehrere Jahre halten soll. Und auch hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen der Montage durch einen Experten und dem Selbstaufbau.

Wer sich dazu entscheidet, seinen Zaun zu einer Art DIY-Projekt werden zu lassen, sollte bedenken, dass die Qualität des Endergebnisses primär von den eigenen handwerklichen Kompetenzen abhängt.

Besonders tricky: Schon kleinere Fehler, wie ein leicht schiefer Pfosten oder ungleichmäßige Abstände, können langfristig Probleme verursachen und sich zum Beispiel in einem schiefen Verlauf, Instabilität oder einem optisch nicht harmonischen Gesamtergebnis zeigen, weil die Pfosten vielleicht in ungleichmäßigen Höhen fixiert wurden. Probleme wie diese zeigen sich oft im Zusammenhang mit größeren Grundstücken, da sich kleine Ungenauigkeiten immer weiter ziehen.

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Typische Fehler beim Selbstbau: Worauf sollte man achten?

Wie auch in anderen Bereichen gilt: Wer weiß, welche Fehlerquellen lauern, kann diesen meist besser vorbeugen. Die folgenden Fehler passieren besonders häufig, wenn Hobbyhandwerker einen Zaun bauen möchten:

Die Pfosten werden nicht tief genug gesetzt

Stecken die Pfosten nicht tief genug in der Erde, ist bzw. wird der Zaun schnell instabil. Hier genügt dann oft nur ein kurzer mechanischer Einfluss von außen, um das Konstrukt ins Wanken zu bringen.

Die Abstände zwischen den Elementen sind zu klein oder zu groß

Um sicherzustellen, dass das Endergebnis in jeglicher Hinsicht überzeugt, braucht es nicht nur „ein wenig Außenmaß“, sondern genaues Arbeiten. Wenn die Abstände zwischen den einzelnen Elementen entweder zu klein oder zu groß sind, greift das gesamte System nicht mehr ineinander.

Der Boden wurde nicht ausreichend stabilisiert

Ein stabiler Boden bildet, im wahrsten Sinne des Wortes, die Basis für jedes einzelne Zaunelement. In der Regel muss hier, je nach Bodenbeschaffenheit, betoniert werden. Experten für Zaunbau schätzen jedes Projekt individuell ein und wählen die Option, die am besten zu den jeweiligen Gegebenheiten passt.

Ein vorhandenes Gefälle wurde nicht berücksichtigt

Zäune werden nicht immer auf einer geraden Fläche montiert. Sobald Gefälle im Spiel ist, muss dieses auch berücksichtigt werden. Wer hier nur gerade einsetzt, ignoriert die Gegebenheiten des Bodens und muss sich am Ende wahrscheinlich über Instabilität und ein schiefes Endergebnis ärgern.

Der Faktor „Zeit“ wurde falsch kalkuliert

Egal, wie viel Freude an Gartenarbeit, Handwerken und Co. vorhanden ist: Wer sich in Bezug auf sein Zeitmanagement beim Zaunbau verkalkuliert, ist schnell frustriert. Und genau dann passieren die meisten Fehler. Weitaus sicherer ist es, mit Zwischenfällen zu rechnen und Puffer einzuplanen. Diejenigen, die hierauf keine Lust haben, wenden sich alternativ direkt an einen Profi.

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Gesetzliche Vorgaben und Interessen der Nachbarn werden ignoriert

Zäune, aber auch andere Arten von Eingrenzungen, wie Hecken, werden immer wieder zum Gegenstand von Nachbarschaftsstreitigkeiten. Umso wichtiger ist es, sich vorher darüber zu informieren, was erlaubt ist und was nicht. Zudem hilft eine klare Kommunikation mit dem Eigentümer des angrenzenden Grundstücks, Missverständnissen von vornherein vorzubeugen.

Zusammengefasst: Wann ist die professionelle Montage die bessere Wahl?

Eine professionelle Zaunmontage lohnt sich vorrangig dann, wenn es darum geht, ein größeres Areal einzuzäunen, die Eigentümer wenig Zeit haben und Wert auf ein überzeugendes Endergebnis legen. Und klar: Wer nicht über das nötige Hintergrundwissen verfügt, ist ebenfalls gut beraten, von vornherein mit einem Profi zusammenzuarbeiten.

Auch wenn der Selbstbau etwas Einsparpotenzial bietet, erfordert er Zeit, Planung und handwerkliches Können. Eine professionelle Montage kostet gegebenenfalls ein wenig mehr, ist aber am Ende meist die komfortablere (und meist zudem langlebigere) Option.

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Verfasst von Redaktion